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50 Jahre VW Karmann-Ghia

Der Plattformrahmen des Käfers ließ viele Varianten zu. Die erste, fleißig und karg, hieß Transporter, die zweite, elegant und sportlich, nannte sich Karmann-Ghia und wurde zur Erfolgsstory.

Er war das Bindeglied zwischen Export-Käfer und Porsche und erfüllte diese Marktlücke par excellence. Vor allem die Damen mochten den intern Typ 14 genannten Karmann-Ghia, wegen seiner grazilen Form und weil er so angenehm leicht zu fahren ist. So avancierte die deutsch-italienische Coproduktion, das wunderbar ausgewogene und betörend filigrane Design stammt von Luigi Segre einem Mitarbeiter der Ghia-Studios in Turin, zum beliebtesten Zweitwagen der Wirtschaftswunderzeit. Oft parkte er neben dem Opel Kapitän oder dem Mercedes 220 S des Gatten in den Doppelgaragen besserer Wohnviertel.

Im August 1955 begann die Produktion des sportlich-eleganten Zweisitzers bei Karmann in Osnabrück. Kritische Zeitzeugen wünschten sich zur flachen, schnittigen Form einen stärkeren Motor, wie auch aus dem ersten Test von Werner Oswald hervorgeht. Dessen Faksimile aus auto motor und sport Heft 11 1956 illustriert diesen Bericht über den frühen Karmann-Ghia 1200 auf zeitgenössische Weise. Oswald findet den Karmann-Ghia hübsch, brav und lustig. So richtig ernst nimmt er ihn, wenn man zwischen den Zeilen liest, nicht, dafür ist er ihm mit 30 PS zu behäbig und sein Fahrwerk nicht ambitioniert genug konstruiert. Das hielt das Publikum nicht davon ab, ihn zu lieben, damals wie heute ist er ein Sympathieträger erster Güte.

Zwischen August 1955 und dem Produktionsende im Juli 1974 entstanden in Osnabrück 444.300 Coupes und Cabriolets. Wie bei VW üblich, wurde der Karmann-Ghia mit den Jahren reifer und stärker. Sanfte Leistungssteigerungen führten über 34 PS (1960) und dem 1300er-Motor mit 40PS (1966) schließlich zum 1500er mit 44 PS im Jahre 1967. Von 1961 bis 1969 gab es als Ableger den "Großen Karmann-Ghia" Typ 34 auf Basis der Ponton- Limousinen VW 1500 und 1600 im modischen Corvair-Stil. Mit nur 42.498 Exemplaren konnte der etwas skurrile Wagen dem klassisch-schönen Original jedoch nur wenig anhaben.

Ende der sechziger Jahre bekam der Typ 14 noch auf Wunsch die aufwendige Doppelgelenk-Schräglenkerachse spendiert, wenn der Wagen mit Automatik geordert wurde, außerdem wurde der 1,6-Liter-50 PS-Motor zum Standard. Neue markantere Rückleuchten und die im Volksmund Eisenbahnschienen genannten U-Profilstoßstangen markieren das letzte Facelift des Karmann-Ghia nach den Werksferien 1971. Seitdem wird das zierliche Cockpit auch vom klobigen Lenkrad mit Prallplatte dominiert. Auch wenn der Karmann-Ghia zuletzt etwas von seinem unschuldigen Charme der fünfziger Jahre verloren hat, so ändert das nichts an der hohen Wertschätzung, den die stilvollen Coupes und Cabriolets heute genießen.

Vielen Dank an die Damen Doris Mittwoch und Nicole Reichert für die Erlaubnis, den Text aus dem Katalog zur Silvretta Classic 2005 übernehmen zu dürfen.
© Motorpresse Stuttgart

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