
|
|
| Bücher zum Thema: |
StraßenverkehrNach dem Zweiten Weltkrieg war das Straßenbild zunächst geprägt von den Kraftfahrzeugen der Besatzungsmächte. Ein Großteil der privaten deutschen KFZ war von der Deutschen Wehrmacht eingezogen worden, von denen der überwiegende Teil als Kriegsverlust abgebucht werden musste. Von den KFZ, die den Krieg überlebt hatten, konnten wegen der Benzinknappheit nur die betrieben werden, die über eine Holzvergasungsanlage verfügten. ![]() © H.-J. Krohberger Nach der Einführung der D-Mark begann sich das Bild in der Bundesrepublik allerdings schnell zu wandeln. Immer mehr Mopeds, Motorroller und Motorräder waren auf den Straßen zu sehen. Der Wunsch nach einem "richtigen" Auto führte zu der Entwicklung von preiswerten Kleinstwagen. Kleinschnittger F 250, Zündapp Janus, Lloyd LP 300 ("Wer den Tod nicht scheut, fährt Lloyd!"), Gutbrod Superior, BMW Isetta ("Knutschkugel") und die Kabinenroller von Messerschmidt und Heinkel waren auch für Leute mit kleinen Geldbeuteln erschwinglich. Für etwas besser Betuchte befanden sich u.a. der VW "Käfer", der DKW 1000 und der Ford Taunus auf dem Markt. Die Oberen Zehntausend griffen z.B. zum Mercedes 180, zur Borgward Isabella oder zum Opel Kapitän. In der DDR wurde der Kleinwagen P 70 und später der Trabant 500 entwickelt. Zunächst nur Behörden und Parteifunktionären standen der IFA F 8 bzw. 9 und dessen Nachfolger Wartburg 311 zur Verfügung. Besonders wichtig war in den Nachkriegsjahren der Bau von Lieferwagen und Lastkraftwagen. Goliath- und Tempo-Dreirad, VW T 1, MB 6600, MAN F8, Krupp Tiger und viele andere mehr waren unverzichtbare Helfer beim Wiederaufbau. Nach Angaben des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) waren zugelassen:
Einige mehr oder weniger wichtige Ereignisse:
Der zunehmende Individualverkehr und Straßengüterverkehr wurde für die Deutsche Bundesbahn zunehmend problematisch. Rückläufige Beförderungszahlen im Personen- und Güterverkehr ließ ein Jahr für Jahr steigendes Defizit entstehen. Verschärft wurde die Situation dadurch, dass die Beseitigung von Kriegsschäden an Straßen und der Straßenausbau aus Steuern finanziert wurde, während die Reparatur und der Neubau von Schienenwegen von der DB selbst getragen werden musste. Weiterführende Links: |
|