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Vespa mi amore

 

Motorroller

Heinkel Tourist 175 (102 - A1)
Baujahr1954
Motor:1-Zylinder - Viertakt
Leistung:9,2 PS
Gangzahl:4
Höchstgeschwindigkeit:80 km/h
Verbrauch/100 km:2,2 Liter
Preis:1535,-DM
Heinkel Tourist
© Michael Neuhauss, Foto aus dem Museum für Verkehr und Technik in Berlin

In einem Motorenwerk in Stuttgart-Zuffenhausen, wo bis 1945 neben Otto-Motoren auch Flugzeug-Strahltriebwerke hergestellt wurden, nahm 1953 der Flugzeugbauer Ernst Heinkel den Bau des Heinkel Tourist auf. Im Unterschied zu vielen Konkurrenzmodellen kam Heinkel mit einem bis ins Detail erprobten Viertakt-Roller auf den Markt. Die ständig wachsende Nachfrage machte 1954 die Gründung eines neuen Heinkel-Werkes in Karlsruhe notwendig. Dort lief die Produktion bis August 1965.
Nicht nur in den Tests der Fachjournalisten, sondern auch bei unzähligen Sportveranstaltungen im In- und Ausland schnitten die Heinkel-Roller gut ab und trugen maßgeblich dazu bei, den "Tourist" als ein leistungsstarkes und zuverlässiges Fahrzeug bekannt zu machen.

Vespa 125 Hoffmann
Baujahr 1950
Motor:1 - Zylinder - Zweitakt
Hubraum:124,85 ccm
Leistung:4,5 PS
Gangzahl:3
Höchstgeschwindigkeit:70 km/h
Verbrauch/100 km:2,5 Liter
Preis:1220,-DM
Vespa 125
© Michael Neuhauss, Foto aus dem Museum für Verkehr und Technik in Berlin

Der rheinische Zweiradfabrikant Jakob Oswald Hoffmann nahm im März1950 in Lintorf bei Düsseldorf die Lizenzfertigung der Vespa auf. Hoffmann hatte sich zum Ziel gesetzt, "die Vorherrschaft des Fahrrades als Massenverkehrsmittel zu brechen." Die "Hoffmann-Vespa" wurde auf dem Gelände eines ehemaligen Mannesmann-Röhrenwerks gebaut. 1951 produzierten 850 Mitarbeiter über 12.000 Motorroller. Gern hätte man die Fertigung weiter ausgedehnt, doch es herrschten weltweit Energie- und Rohstoffmangel - eine Folge des Korea-Krieges.

Zündapp Bella R 201
Baujahr1955
Motor:1-Zylinder - Zweitakt
Hubraum:200 ccm
Leistung:10,7 PS
Gangzahl:4
Höchstgeschwindigkeit:90 km/h
Verbrauch/100 km:2,4 Liter
Preis:1750,-DM
Zündapp Bella
© Michael Neuhauss, Foto aus dem Museum für Verkehr und Technik in Berlin

Heute beherrschen italienische und asiatische Hersteller den deutschen Markt für Motorroller. Längst ist in Vergessenheit geraten, daß das Nürnberger Zweiradunternehmen Zündapp in den fünfziger Jahren zu den erfolgreichsten Anbietern von Motorrollern zählte. Die Zündapp Bella galt in der damaligen Zeit als einer der technisch fortschrittlichsten Roller aller motorradbauenden Länder.
1955 wurde die Modellpalette um eine 200-ccm-Version ergänzt - die Bella R 201. Sie eignete sich auch gut für Seitenwagenbetrieb und war mit elektrischem Starter ausgerüstet. Bei der ausgestellten Maschine handelt es sich um ein Schnittmodell, welches auf Messen präsentiert und später dem Werksmuseum übergeben wurde.

Zündapp Bella R 150
Baujahr1953
Motor:1-Zylinder - Zweitakt
Hubraum:146 ccm
Leistung7,3 PS
Gangzahl:4
Höchstgeschwindigkeit:80 km/h
Verbrauch/100 km:2,2 Liter
Preis:1535,-DM
Zündapp Bella
© Michael Neuhauss, Foto aus dem Museum für Verkehr und Technik in Berlin

Fast ein Jahrzehnt lief die Zündapp Bella in den Zündapp-Werken vom Band. Sie wurde nicht vom Urrollertyp einer Vespa her entwickelt. Vielmehr entstammt sie einer direkten Linie aus der Motorradentwicklung des großen traditionsreichen Unternehmens. Aus der Taufe gehoben wurde sie 1952 in Nürnberg; beendet hat sie ihre Erfolgskarriere im Zweigwerk München.
In Deutschland nahm die "Bella" eine führende Position im Rollergeschäft ein und wußte sich auch gegenüber der italienischen Konkurrenz gut zu behaupten. Rund 150.000 Exemplare liefen bis 1962 vom Band.

Goggo-Roller

Der Landmaschinenfabikant Hans Glas fing 1951 zusammen mit seinem Sohn Andreas an, Motorroller zu bauen. Entstanden war die Idee nach einem Besuch von Andreas Glas in Verona auf einer Landmaschinenausstellung, wo auch Lamberetta und Vespa vertreten waren und ihre Roller ausstellten. Glas junior legte zusammen mit seinem Vater schnell das Konzept der ersten eigenen Rollerkonstruktion aus Deutschland fest.

Goggoroller
© Michael Neuhauss

Der Motor wurde nicht selbst entwickelt, er wurde bei ILO in Pinneberg eingekauft. Man konnte zwischen den 125, 150 und 200 cm3 wählen. Die Luxusvariante hatte Ende 1954 schon einen elektrischen Starter und 10-Zoll- Räder. Auch Seitenwagen standen zur Auswahl. In diversen Ausführungen - unter anderem auch als Lastenroller - wurden bis Ende 1956 über 60.000 Fahrzeuge gebaut, andere Quellen geben die Stückzahl mit knapp 47000 an. Danach stieg Glas auf den Autobau (Goggomobil) um.

Technische Daten der Goggo-Roller:
  Goggo 125 Goggo 150 Goggo 200 Lastenroller
PS bei U/min: 5/5000 6,7/5000 9,5/5000 9,5/5000
Leergewicht: 105 kg 105 kg 125 kg 220 kg
Vmax: 70 km/h 80 km/h 90 km/h 60 km/h
Verbrauch: 2,2 l 2,3 l 2,8 l 3,8 l
Preis: 1335 DM 1390 DM 1665 DM 2275 DM
Baujahre 1951-1956 1952-1956 1952-1956 1953-1955

 

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